Der Heilige Koran
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9. Sure Die Reue "At-Tauba"/
Einführung
Im Jahre 9 nach der Hidschra in Medina offenbart. Ali Ibn Abi-Tâlib trug sie den Pilgern vor. Amîr al-Hadsch - Pilgerfahrtsvorsteher - war in dem Jahr Abu Bakr As-Seddîq. Die Sure zählt 129 Verse und beginnt mit der Aufkündigung - al-barâ'a - Gottes an die Ungläubigen. Daher wird sie auch die Sure der Barâ'a, "Die Aufkündigung", betitelt. Die heiligen Monate werden genannt. Bündnisse mit den Ungläubigen müssen eingehalten werden, wenn sie sie respektieren. Wenn einer ein Bündnis bricht, muß er bestraft werden. Durch den Glauben kommt man Gott näher. Der Glaube ist nur vollkommen, wenn der Gläubige Gott und Seinen Gesandten über alles liebt. Das Vertrauen in die eigene Kraft allein hält den Kämpfer, der sich vor allem auf den festen Glauben stützen muß, vom Sieg fern. Die Lehre aus der Schlacht bei Hunain - Ghazwat Hunain - wird gezogen. Die Ungläubigen, die Gott andere Gottheiten beigesellen, sind unrein und dürfen daher die Heilige Moschee -al-Masdschid al-Harâm - nicht betreten. Wenn zum rechtmäßigen Krieg aufgerufen wird, haben die Gläubigen unverzüglich Folge zu leisten. Nur die, die durch bestimmte in der Sure genannte Gründe verhindert sind, dürfen daheim bleiben. Die Heuchler schüren Zwietracht, wann immer zum Kampf aufgerufen wird. Die Gläubigen müssen sie entsprechend behandeln. Die schwerwiegende Strafe für die Heuchler besteht darin, daß dem Propheten verboten wurde, das Totengebet für sie zu verrichten. Die Sure berichtet über die mit böser Absicht errichtete Moschee der Heuchler - Masdschid ad-Dirâr -, die die Gläubigen von der Moschee des Propheten abhalten wollten. Die Gläubigen, die dem Aufruf des Propheten nicht folgten, müssen ihre Tat bereuen. Gott nimmt ihre Reue an, sofern sie ehrlich gemeint ist. Gott hat Muhammad für die Verkündung des Islam auserwählt, und Er erbarmt sich der Menschen, denen Er nichts aufbürdet, was sie nicht tragen können. Der Prophet, dem Gottes Huld gewiß ist, soll nicht traurig sein, wenn der eine oder der andere den Glauben an Gott trotzig ablehnt. Ihm ist Gottes Huld gewiß.
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