Der Heilige Koran
/
5. Sure Der Tisch "Al-Mâ'ida"/
Einführung
Diese in Medina offenbarte Sure zählt 120 Verse. Chronologisch gesprochen gehört sie zu den letzten Suren des Korans. Sie leitet ihren Namen vom Tisch ab, der voll beladen mit Essen vom Himmel herabkam, ein Wunder, das Gott Jesus Christus erwies, als er die Jünger zu Tisch gebeten hatte. Zu den Hauptthemen, auf die die Sure eingeht, gehört die Ermahnung, alle Verpflichtungen einzuhalten, sowohl Gott als auch den Menschen gegenüber. Gerechtigkeit muß allen gegenüber strikt walten, auch denen gegenüber, die einem einst unrecht getan haben. Die erlaubten und die verbotenen Nahrungsmittel werden hier genannt. Das Alkoholverbot nimmt eine definitive, kategorische Form an. Alles, was die Juden und die Christen essen dürfen, dürfen auch die Muslime zu sich nehmen. Den Juden wird vorgeworfen, die Rechtsbestimmungen der Bibel verdreht zu haben und den Christen, daß sie Gott für eine von drei Gottheiten halten. Jesus Christus wird sich am Jüngsten Tag von denen distanzieren, die ihn vergöttert haben. Den Muslimen wird erlaubt, jüdische und christliche Frauen zu heiraten. Die Geschichte von Kain und Abel wird erzählt, woran die Notwendigkeit geknüpft wird, die Übeltäter zur Rechenschaft zu ziehen. Weiter werden die Riten der Pilgerfahrt angeführt. Im Bereich der Heiligen Stätten dürfen die Pilger im Weihezustand nicht jagen. Die Muslime werden ermahnt, nichts zu verbieten, was Gott erlaubt hat. Man darf sich dabei nicht auf Bräuche vor dem Islam berufen, wie Glücksspiele und das Schlachten auf altarähnlichen Steinen, die jeder Legitimation entbehren. Die Sure enthält Vorschriften über die körperliche Reinlichkeit und das Waschen vor dem Gebet. Stets betont die Sure Gottes Allmacht, Weisheit, Langmut, Barmherzigkeit, Huld und Gnade. Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.
Main Page
Contact us
Links
About us
Site Map